Zur Navigation springen Zum Hauptinhalt springen Zum Inhalt
WeitschussWeitschussMehr verstehen. Weiter kommen.
Übergreifend

Welche Rolle spielen Erdrotation, Coriolis und Eötvös?

Die Erde dreht sich, während sich ein Körper über ihre Oberfläche bewegt.

Einfach erklärt

Die Erde dreht sich, während sich ein Körper über ihre Oberfläche bewegt. Deshalb kann seine Bewegung aus unserer Sicht anders erscheinen als aus einer nicht mitdrehenden Sicht. Coriolis und Eötvös benennen unterschiedliche Effekte dieser Erdrotation. Sie sind nicht dasselbe wie Wind.

Ausführliche Fachinformationen

Wir beobachten Bewegungen von der Erde aus. Dabei dreht sich unser Beobachtungsort mit der Erde. In einer solchen Betrachtung können Bewegungsbahnen anders erscheinen als für einen Beobachter, der sich nicht mitdreht. Ein damit zusammenhängender Effekt heißt Corioliseffekt. Er ist kein Wind und wird nicht durch die Drehung des Geschosses verursacht.

Die Vorstellung, das Ziel drehe sich einfach unter dem Geschoss weg, ist unvollständig. Schütze, Ziel und Geschoss teilen schon vor dem Schuss die Bewegung der Erde. Entscheidend ist die anschließende Bewegung innerhalb dieses mitdrehenden Systems. Einen überall gleichen seitlichen Versatz gibt es daher nicht.

Der Eötvös-Effekt betrifft die scheinbar wirkende Schwere bei Bewegung auf der rotierenden Erde. Er wird insbesondere bei Bewegung mit einem Ost-West-Anteil beschrieben. In Fachprogrammen können solche Rotationsanteile unterschiedlich bezeichnet oder zusammen erfasst werden. Sie sind keine pauschalen Zuschläge. Wind und die mit Geschossrotation verbundene Drallabweichung sind davon getrennte Ursachen. Ein einzelner ungewöhnlicher Treffer beweist deshalb keinen Einfluss der Erdrotation.