Was bedeutet Strahldivergenz und warum entstehen Mischmessungen?
Ein Laserstrahl ist kein unendlich dünner Faden.
Einfach erklärt
Ein Laserstrahl ist kein unendlich dünner Faden. Er wird mit zunehmender Entfernung breiter. Dadurch kann das Gerät Licht von mehreren Flächen empfangen – zum Beispiel vom Ziel und seinem Hintergrund. Das kann die Messung beeinflussen.
Ausführliche Fachinformationen
Ein Laserstrahl bleibt über größere Entfernung nicht beliebig schmal. Seine beleuchtete Fläche wird größer. Diese Aufweitung heißt Strahldivergenz. Die Fläche kann zudem in der Breite anders wachsen als in der Höhe. Die sichtbare Messmarke im Display zeigt daher nicht unbedingt die tatsächliche Größe und Form des Laserflecks.
Trifft Licht auf mehrere Flächen, können mehrere Signale zurückkommen. Denken Sie an einen Ast vor dem gewünschten Objekt und eine Wand dahinter. Das Gerät muss entscheiden, welches Signal es anzeigt. Bezeichnungen wie Erstziel-, Fernziel- oder Bestzielmodus beschreiben verschiedene Auswahlprinzipien. Die genaue Arbeitsweise kann je nach Gerät abweichen.
Eine wiederholt angezeigte Zahl beweist deshalb nicht automatisch, dass das gewünschte Objekt gemessen wurde. Bei einem Vergleich zählen auch die Strahlform und der Umgang mit unsicheren Signalen. Wenn ein Gerät keinen Wert anzeigt, kann das eine sinnvolle Reaktion auf eine unklare Messung sein. Es muss nicht bedeuten, dass das Gerät defekt ist.