Was bedeuten Farbsäume, Verzeichnung und Randschärfe?
Farbsäume sind bunte Ränder an starken Hell-Dunkel-Übergängen.
Einfach erklärt
Farbsäume sind bunte Ränder an starken Hell-Dunkel-Übergängen. Verzeichnung lässt gerade Linien gebogen aussehen. Randschärfe beschreibt, wie klar das Bild außen im Sehfeld ist. Eine Optik kann in diesen Punkten unterschiedlich abschneiden.
Ausführliche Fachinformationen
Farbsäume sind farbige Ränder an starken Kontrasten, etwa zwischen einer dunklen Kante und einem hellen Hintergrund. Sie können entstehen, weil Linsen verschiedene Lichtfarben nicht genau gleich abbilden. Der Fachbegriff dafür lautet chromatische Aberration. Besondere Glassorten können helfen, sagen allein aber noch nicht, wie gut die gesamte Optik diesen Fehler begrenzt.
Verzeichnung verändert dagegen die Form. Eine gerade Linie erscheint beispielsweise nach innen oder außen gebogen. Das Bild kann dabei trotzdem scharf sein. Ein weiterer Effekt heißt Bildfeldwölbung: Die Bereiche bester Schärfe liegen dann nicht alle in derselben Ebene. Dadurch können Bildmitte und Bildrand unterschiedlich scharf wirken.
Randschärfe hängt somit von mehreren Eigenschaften ab. Auch Vergrößerung, Augenposition und Beobachtungsbedingungen beeinflussen sie. Fotos durch ein Zielfernrohr sind nur eingeschränkt als Vergleich geeignet. Die Kamera kann eigene Farbsäume, Unschärfen oder Verzerrungen hinzufügen. Ein Fehler auf dem Foto muss daher nicht allein vom Zielfernrohr stammen.